Vorwort Vorstand

#Verantwortung als Markenkern

Verehrte Mitglieder,
geschätzte Kunden,
liebe Geschäftsfreunde,

 

für immer größere Teile unserer Gesellschaft wird der Nachhaltigkeitsgedanke zum wichtigsten Entscheidungsfaktor. Ob in Bezug auf die eigenen Lebensgewohnheiten, den Konsum, die individuelle Mobilität oder auch bei der Geldanlage – die Frage nach der ökologischen und ethischen Vertretbarkeit rückt bei vielen Menschen mehr und mehr in den Vordergrund. Endgültig vorbei scheinen die Zeiten, in denen persönlicher und beruflicher Erfolg, gesellschaftlicher Status oder finanzieller Gewinn das alleinige Maß aller Dinge darstellten. Nicht nur in Deutschland erleben wir derzeit einen grundsätzlichen Wertewandel und die Rückbesinnung auf eine weit ressourcenschonendere Lebensführung, wie sie zum Teil noch unsere Großeltern pflegten.

 

Die Idee der Nachhaltigkeit ist keineswegs neu. Ihr Verständnis bzw. ihre Interpretation allerdings nimmt heute jedoch teils absurde Züge an. Denn wo ein Trend erkennbar ist, sind auch die „Geschäftemacher“ nicht weit. Und so erfreuen wir uns solcher Kuriositäten wie veganen Kreuzfahrten oder Superfood aus dem Dschungel Südamerikas, das zwar klimaschädlich einmal um den Erdball geflogen wird, aber dennoch ein schickes Bio-Label trägt. Der gesunde Menschenverstand sagt uns: Ein Apfel aus der Wetterau wäre da vielleicht die bessere Alternative.

 

Wir plädieren für ein realistischeres Verständnis des Nachhaltigkeitsgedankens und dessen konsequente Umsetzung. Denn nachhaltiges Denken und Wirtschaften ist ureigenstes genossenschaftliches Prinzip. Als Maßstab #verantwortungsvollen Handelns haben sich die sogenannten ESG-Kriterien etabliert. Sie beleuchten die Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung und basieren letztlich auf den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Unter dem Titel #Verantwortung wollen wir Ihnen mit diesem Bericht konkrete Beispiele aufzeigen, wie die Volksbank Mittelhessen durch die solidarische Kraft ihrer Mitglieder und Mitarbeiter unsere Heimat Mittelhessen im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens positiv prägt.

 

Im Finanzteil berichten wir transparent und detailliert, wie sich dieses Engagement in Zahlen ausdrückt. 2019 war ein anspruchsvolles Geschäftsjahr für die Volksbank Mittelhessen. Aber auch ein Jahr der Veränderungen. Es stand im Zeichen wichtiger strategischer Entscheidungen wie der Fusion mit der Raiffeisenbank Ebsdorfergrund. Die nicht enden wollende Niedrigzinsphase, die ausufernde Regulatorik und der immer schärfer werdende Wettbewerb wirken unerbittlich auf die gesamte Branche.

 

Welche Handlungsoptionen haben wir als regionale Volksbank? Sollen wir nun wie ein großer Teil unserer Wettbewerber mit Stellenstreichungen und Filialschließungen reagieren? Nein, wir reagieren nicht, wir agieren! Mit dem Strategie-Projekt „Change the Bank“, das von mehr als 100 eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet wurde, gehen wir in die Offensive. Wir ziehen uns nicht zurück, sondern investieren sogar in unseren Markt. Doch klar ist: Wir müssen und wir werden handeln. Wir sind auch in Zukunft für die Menschen da, bleiben der Ansprechpartner vor Ort und bieten mit unserer Werteorientierung und Regionalität ein erfolgreiches Gegenmodell zu rein gewinnorientierten, multinationalen, anonymen Großkonzernen oder Internetriesen. Auch dazu mehr in diesem Bericht.

 

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre!

 

Herzlichst

 

Dr. Peter Hanker
Vorstandssprecher

Hans-Heinrich Bernhardt
Mitglied des Vorstandes

Rolf Witezek
Mitglied des Vorstandes

Dr. Lars Witteck
Mitglied des Vorstandes

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Mehr Bewusstsein

Klimaschutz statt
Konsumdenken

Immer mehr Menschen reflektieren ihre eigenen Konsum- und Lebensgewohnheiten – so auch Robin Jäger aus Gießen.

Lesen